<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[L(I)EBEN - Verenas Blog : Understanding Humans]]></title><description><![CDATA[Besser verstehen, warum Menschen sind, wie sie sind ]]></description><link>https://leben-lieben.org/s/understanding-humans</link><image><url>https://leben-lieben.org/img/substack.png</url><title>L(I)EBEN - Verenas Blog : Understanding Humans</title><link>https://leben-lieben.org/s/understanding-humans</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Wed, 13 May 2026 13:06:02 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://leben-lieben.org/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Verena]]></copyright><language><![CDATA[en]]></language><webMaster><![CDATA[lebenlieben@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[lebenlieben@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Verena]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Verena]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[lebenlieben@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[lebenlieben@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Verena]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Brief an Anxiety]]></title><description><![CDATA[Liebe Anxiety,]]></description><link>https://leben-lieben.org/p/brief-an-anxiety</link><guid isPermaLink="false">https://leben-lieben.org/p/brief-an-anxiety</guid><dc:creator><![CDATA[Verena]]></dc:creator><pubDate>Wed, 16 Oct 2024 13:52:38 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!v1S1!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd15aae73-2d24-4ea4-898e-b49b7963cce3_1588x2382.webp" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Anxiety,</p><p>wie sch&#246;n dich endlich kennenzulernen. </p><p>Ich bin das Selbst von Verena. Eigentlich kennen wir uns ja schon eine ganze Weile, nicht wahr? Monate, wenn nicht sogar schon Jahre. Du bist auf jeden Fall schon ziemlich lange im Team Verena, aber lange eher im Hintergrund geblieben.</p><p>Wie geht es dir?</p><p>Du hast grad ganz sch&#246;n viel zu tun, oder? So viele Gedanken, so viele Ideen, so viele Sorgen, so viele &#196;ngste vielleicht auch. </p><p>Du bist unerm&#252;dlich f&#252;r Verena da, mal bewusst, mal unbewusst. &#220;ber so viele Dinge machst du dir Gedanken, gerade &#252;ber die Zukunft. </p><p>Ich danke dir von Herzen f&#252;r deine gro&#223;en Einsatz f&#252;r Verena! Deine Arbeit ist nicht selbstverst&#228;ndlich und ich wei&#223; sie sehr zu sch&#228;tzen! </p><p>Aber ich habe das Gef&#252;hl, dass du seit ein paar Monaten viel mehr machst als vorher und da manchmal selbst ganz sch&#246;n ins Trubeln ger&#228;tst. Liege ich da richtig? </p><p>Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Arbeit nicht leicht ist und auch ganz sch&#246;n anstregend sein kann. </p><p>Ich glaub ich wei&#223;, warum du so viel tust: Du hast Verena richtig lieb, oder? Und sie ist dir echt wichtig, richtig? </p><p>Und du arbeitest so viel, weil du sie besch&#252;tzen willst. Besch&#252;tzen vor dieser riesengro&#223;en Ungewissheit, die auch Zukunft genannt wird. Deine vielen Gedankenkarrusselle zeigen, wie wichtig dir Verena und ihre Lieblingsmenschen sind. Du willst sie alle vor unsch&#246;nen Erfahrungen und Verena vor Verlusten bewahren. </p><p>Und sei dir gewiss, deine gesamte Arbeit ist unfassbar wichtig und Verena wei&#223; das sehr zu sch&#228;tzen!</p><p>Aber, Anxiety, ich habe das Gef&#252;hl, du bist ersch&#246;pft. Du ger&#228;tst in letzter Zeit immer h&#228;ufiger in eigene Spiralen und ziehst alle anderen aus Verena&#8217;s Team da mit hinein. Das bringt Verena aus ihrem Gleichgewicht und dir f&#228;llt es total schwer aus diesen Spiralen wieder rauszukommen&#8230; </p><p>Manchmal erinnerst du mich an einen kleinen Terrier, der sich so richtig in einem Stock oder so festgebissen hat und auf keinen Fall mehr loslassen will. ;)</p><p>Wei&#223;t du, Anxiety, ich glaube es ist gerade etwas zu viel des Guten. Kannst du das verstehen? </p><p>Verena wird von uns anderen auch besch&#252;tzt, das musst du nicht alles alleine machen. </p><p>Und ich frage mich, wie ich dir helfen kann. </p><p>Deshalb m&#246;chte ich dir was vorschlagen: Was h&#228;ltst du davon, wenn du dich jetzt erstmal etwas ausruhst, dich entspannst und wir anderen so lange auf Verena und ihre Lieblingsmenschen aufpassen? </p><p>Und, Anxiety, wir m&#246;chten alle, dass es Verena gut geht &#8211; du davon wohl fast am meisten. :) Doch damit es ihr gut geht, brauchen wir ein bisschen mehr Balance im Team. Das bedeutet, dass die anderen etwas mehr machen und du etwas weniger machst.</p><p>Aber keine Sorge, du wirst nach wie vor gebraucht &#8211; nur in einer etwas anderen Position. </p><p>Einen Namen habe ich daf&#252;r grad noch nicht parat, den sag ich dir sp&#228;ter. </p><p>In jedem Fall w&#228;re es mehr Zusammenarbeit mit unserer Krisenmanagerin, mit der arbeitest du ja manchmal auch schon zusammen. Au&#223;erdem weniger Terrier, mehr Wachhund, weniger Gedankenkarusell, sondern mehr uriges Kinderkarussell, bei dem man die Aussicht noch genie&#223;en kann und statt Abw&#228;rtsspiralen mehr Aufw&#228;rtsspiralen. Du verstehst was ich meine, oder? Was h&#228;ltst du davon? H&#246;rt sich das gut an f&#252;r dich?</p><p>Und nur schon mal als Vorwarnung: Wenn du dich dazu bereit f&#252;hlst, k&#246;nnen wir auch mal &#252;ber den Teil-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf sprechen, den du so &#252;berhaupt nicht in Verenas Team haben willst &#8211; nat&#252;rlich nur zu ihrem Schutz. Aber wie gesagt, erst wenn du dich dazu bereit f&#252;hlst und wenn die anderen in Verena&#8217;s Team daf&#252;r ebenfalls offen sind.</p><p>Also Anxiety, was sagst du zu meinem Angebot? H&#246;rt sich das nach einer guten Idee an? </p><p>Ich denke, Verena w&#252;rde sich sehr f&#252;r dich freuen, wenn sie von deiner neuen Position h&#246;rt. :)</p><p>Am Anfang wird dir bestimmt die neue Position nicht ganz leicht fallen, aber das ist vollkommen in Ordnung. Wir anderen sind f&#252;r dich da und unterst&#252;tzen dich dabei, damit du dich in deiner neuen Position gut f&#252;hlst und Verena mit all deinen St&#228;rken zur Seite stehen kannst. </p><p>Liebe Anxiety, du wirst unglaublich f&#252;r deine Arbeit gesch&#228;tzt und ich und Verena haben dich ganz doll lieb!</p><p>Danke, dass du f&#252;r Verena da bist! </p><p>In Liebe, das Selbst  </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!v1S1!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd15aae73-2d24-4ea4-898e-b49b7963cce3_1588x2382.webp" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="preformatted-block" data-component-name="PreformattedTextBlockToDOM"><label class="hide-text" contenteditable="false">Text within this block will maintain its original spacing when published</label><pre class="text">Ich wei&#223; nicht 
Das sage ich zu dir &#8211; immer und immer wieder &#8211;
Auf deine Frage, ob ich das will. 
Manchmal sage ich auch Nein 
Aber dieses Nein verstehst du nicht 
Oder du willst es nicht verstehen 

Ich wei&#223; wirklich nicht, ob ich das will 
Bin verunsichert 
Von dir 
Von mir 
Von der ganzen Situation.

Ich will cool sein
Will auch Erfahrungen machen 
Will auch was zu erz&#228;hlen haben 
Aber ich bin auch unsicher. 

Wo sind meine Alarmglocken?
Sollten die nicht grad ganz laut schrillen?!
Aber da ist nichts in mir
Was laut Stop ruft 

Mein Kopf nicht
Mein Herz nicht 
Mein K&#246;rper nicht.

Aber:
Mein Kopf schreit auch nicht Ja 
Mein Herz schreit auch nicht Ja 
Mein K&#246;rper schreit auch nicht Ja 

Ich bin unsicher 
Verunsichert 
Von dir 
Von mir 
Von der ganzen Situation.
 
Ich hab sowas noch nie vorher gemacht 
Du schon 
Du sagst und zeigst mir wie es geht 
Du f&#252;hlst dich toll dabei, 
dass du mir alles zeigen kannst.
 
Will ich, dass du es mir zeigst? 
Ich wei&#223; nicht 
Du fragst mich immer wieder, ob ich das will
Doch meine Antwort ist nie Ja
Sie lautet Ich wei&#223; nicht.

Du sagst, du kannst in mir lesen, wie in einem Buch 
Aber hast du schon mal daran gedacht, dass man in einem Buch auch zwischen den Zeilen liest? 
Dass sich manchmal nur dort die Wahrheit verbirgt?
Ich wei&#223; nicht, steht es gro&#223; und fett in meinem Buch geschrieben.

Doch wenn du zwischen meinen Zeilen gelesen h&#228;ttest, 
dann h&#228;ttest du meine Unsicherheit gesehen,
dann h&#228;ttest du verstanden, dass ich die Wahrheit sage: Dass ich es nicht wei&#223;
Dann h&#228;ttest du mich nicht gedr&#228;ngt, etwas zu tun, 
von dem ich grad selbst noch nicht wei&#223;, dass ich es nicht tun will, nicht tun sollte 
dann h&#228;ttest du gemerkt, dass du mich mit deinem ganzen Reden verunsicherst 
dann h&#228;ttest du meine K&#246;rpersprache verstanden,
die dir schon l&#228;ngst verraten hat, dass sie dich (!) NICHT will.

Aber das wolltest du alles nicht sehen,
nicht in mir lesen,
du hast in mir noch nicht mal wortw&#246;rtlich gelesen,
sondern du hast das in mir gelesen,
was du lesen wolltest.
Du hast in mich das hineininterpretiert, 
was f&#252;r dich (!) am besten war, 
nicht f&#252;r mich. 

Du wolltest Anerkennung, N&#228;he, Intimit&#228;t, Sex,
vielleicht auch Geborgenheit, Liebe 
du hast dir genommen, was du wolltest 
was du brauchtest 
bis ich Stop gesagt habe
f&#252;r mich zu sp&#228;t 
f&#252;r dich zu fr&#252;h.
Wir haben beide nicht das bekommen, was wir wollten,
was wir brauchten.

Und ich? 
Ich sch&#228;me mich daf&#252;r, dass ich DIR nicht das geben konnte, was du wolltest, 
was du brauchtest &#8211; Sex
Ich sch&#228;me mich daf&#252;r, dass ich MIR nicht das geben konnte, was ich wollte,
was ich brauchte &#8211; Klarheit und Mut 

Ich hab mich selbst nicht verstanden &#8211; damals &#8211;
Ich war verwirrt. 
Mein Verstand 
versuchte eine Logik in mein Verhalten reinzubringen,
versuchte zu verstehen, was schiefgelaufen war 
versuchte, mir einzureden, 
dass es doch gar nicht so schlimm war, 
dass ich ja letztendlich eine Grenze gezogen habe, 
dass ich daraus was gelernt habe,
dass es einfach nur eine Erfahrung war.

W&#228;hrenddessen wechselte mein Herz die Bettw&#228;sche von dem Bett, in dem du mit mir gelegen hast, 
verbannte das T-shirt, das du so toll an mir fandst in die hinterste Ecke meines Kleiderschranks, 
aber f&#252;hlte sich dabei irgendwie stumm, verloren, emotionslos, orientierungslos. 

Der Verstand hat Recht &#8211; mein Herz hat was gelernt:
dass es vorsichtig sein muss 
noch vorsichtiger als vorher
dass es sich erst &#246;ffnen darf, wenn es sich sicher ist, ganz sicher  
dass der beste Kumpel vom Herz &#8211; der K&#246;rper &#8211; mehr wei&#223;, als der Verstand 
dass es Grenzen ziehen muss, echte Grenzen,
Grenzen, die verbal und nonverbal verteidigt werden m&#252;ssen.

Aber auch der Verstand hat was gelernt: 
dass er verdammt nochmal die Klappe halten muss, wenn es ums Herz geht
dass er auf die Bauchgef&#252;hle, wie diffus auch immer sie sein m&#246;gen, h&#246;ren muss
Dass solche Situationen nicht klein gemacht, verharmlost, heruntergespielt werden d&#252;rfen. 

Solche Situationen verletzen die Seele &#8211; meine Seele &#8211; und machen sie und damit mich unempf&#228;nglicher f&#252;r echte Verbindungen, die Menschen mit mir aufbauen wollen. 
Solche Erfahrungen erweitern den Horizont nicht, sie beschr&#228;nken ihn. 
Sie sorgen daf&#252;r, dass der n&#228;chste Schritt aus der Komfortzone nicht mit Freude, sondern mit Angst getan wird. 
Oder gar nicht getan wird.

Erst sp&#228;ter haben mein Verstand und mein Herz noch etwas anderes verstanden:
Du hast mich nicht so behandelt, weil du ein b&#246;ser Mensch warst, sondern weil du selbst verletzt warst und verzweifelt versucht hast, deinen Schmerz ertr&#228;glicher zu machen. 
Dass du letztendlich &#8211; genau wie ich &#8211; Liebe willst, brauchst. 
Das entschuldigt dein Verhalten nicht, aber erkl&#228;rt es. 
Es hilft mir, zu verstehen, warum du so warst, wie du warst. 


Geschrieben Oktober 2022 &#8211; mehr als ein Jahr nach dem Vorfall 
</pre></div><div><hr></div><p>Heute &#8211; 11.10.2023:</p><p>Noch ein Jahr nach dem Schreiben dieses Gedichtes, nehme ich es mir nochmal vor und weine ein paar Tr&#228;nen, als ich meine eigenen Zeilen lese. Ich hatte vergessen, wie viel Emotion und Verletzung darin steckt&#8230;</p><p>Ich habe dieses Gedicht nochmal hervorgeholt, weil mir etwas aufgefallen ist an meinem Verhalten damals bei dem Vorfall bzw. danach. Ich schreibe, dass ich mich emotionslos und irgendwie stumm gef&#252;hlt habe.</p><p>Ich habe nun erkannt, woran das liegt: Ich hatte &#252;berhaupt keinen Zugang zu meinen Emotionen, ich war dissoziiert von ihnen &#8211; in der Situation und auch danach. Nur die Emotionslosigkeit hat mir gezeigt, dass da irgendwas nicht so ganz in Ordnung ist. Aber die Wut, die ich h&#228;tte sp&#252;ren m&#252;ssen, weil ganz klar eine Grenze &#252;berschritten wurde, habe ich nicht gesp&#252;rt. Meine beste Freundin hat das f&#252;r mich &#252;bernommen und mir klar gemacht, dass das, was passiert ist, nicht okay war&#8230;</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg" width="338" height="422.5" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1820,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:338,&quot;bytes&quot;:750309,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!p0_l!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F38f0b539-1272-40d1-908b-bc47fccbccac_3648x4560.jpeg 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Dass ich keinen Zugang zu meinen Gef&#252;hlen hatte, habe ich wahrscheinlich schon in meiner Kindheit gelernt, es hatte wohl einen Vorteil f&#252;r mich... Au&#223;erdem habe ich gelernt <em>hyper vigiliant</em>, also &#252;beraus wachsam und aufmerksam, zu sein gegen&#252;ber Gef&#252;hlen, Worten, Mimik und Gestik von anderen Menschen. Auch das hatte f&#252;r mich fr&#252;her einen Vorteil.</p><p>Anstatt also in dieser Situation auf mich und meine Grenzen aufzupassen, habe ich mich vollkommen auf ihn fokussiert und ihm versucht, &#8211; bis zu einem gewissen Grad &#8211; alles recht zu machen. Diese <em>Coping</em> Strategie wird <em>Fawn Response </em>genannt und dabei schaltet man quasi in den <em>People Pleasing</em> Modus. <em>Fight </em>und <em>Flight Response</em> waren f&#252;r mich keine Option, weshalb ich durch die <em>Fawn Response</em> versucht habe, dieser stressigen Situation zu entkommen. Das hat nat&#252;rlich dazu gef&#252;hrt, dass ich &#252;berhaupt nicht mehr auf mich geachtet habe, bzw. die kleinen Signale, die mein K&#246;rper mir gesendet hat, nicht verstanden habe, weil ich ja schon so dissoziiert von meinen eigenen Gef&#252;hlen war.</p><p>Wenn ich so dr&#252;ber nachdenke, war ich auch in der <em>Freeze Response</em>, da ich einfach nichts, wirklich nichts, gemacht habe. Ich war absolut passiv, habe keinerlei Initiative f&#252;r irgendwas ergriffen und habe nur etwas gemacht, wenn er mich darum (mehrfach) gebeten hat.</p><p><em>Fight, Flight, Freeze</em> und <em>Fawn Responses </em>werden in Konfliktsituationen oder stressigen Situationen angewandt, um diese zu bew&#228;ltigen (<em>coping</em>). Jeder Mensch verwendet mal die eine mal die andere Strategie, hat aber allermeistens eine Tendenz zu der ein oder anderen. Manche gehen immer sofort auf Angriff, also <em>Fight</em>, andere Fliehen, immer sofort, wenn es zu solchen Situationen kommt, also <em>Flight</em>&#8230;</p><p>Wer sich jetzt fragen sollte, warum ich etwas so privates &#246;ffentlich poste:</p><p>Erstens, ist dieser Vorfall schon lange her, also nicht mehr akut, und ich habe damit abgeschlossen. Ob mein Unterbewusstsein da noch was f&#252;r mich bereith&#228;lt h&#228;lt, wei&#223; ich nicht&#8230;</p><p>Zweitens &#8211; und das ist viel wichtiger &#8211; wird &#252;ber solche Vorf&#228;lle und was in den einzelnen Individuen dabei vorgeht &#8211; egal ob T&#228;ter oder Opfer &#8211; zu wenig gesprochen. Es ist so wichtig, &#252;ber diese ganzen gef&#252;hlten und nicht gef&#252;hlten Emotionen, die kleinen und gro&#223;en Gedanken zu sprechen, denn oft f&#252;hlt man sich allein und hilflos mit sowas, dabei gibt es so so viele Menschen da drau&#223;en, die &#228;hnliches auch erlebt haben und erleben.</p><p>Nur wenn wir daf&#252;r ein Bewusstsein schaffen, und das tue ich hiermit, indem ich zweieinhalb Jahre nach diesem Vorfall dar&#252;ber reflektiere, k&#246;nnen wir uns selbst besser verstehen und auf uns selbst und unsere Mitmenschen achten. Nur dadurch k&#246;nnen wir lernen, was gesund ist.</p><p>Und ich schreibe bewusst &#8222;gesund&#8220; und nicht &#8222;normal&#8220;. Denn nur weil etwas normal f&#252;r einen ist, ist es noch lange nicht gesund.</p><p>F&#252;r mich war es normal, dass ich nichts oder nicht so viel gef&#252;hlt habe. F&#252;r mich war es normal, dass ich nie jemanden vermisst habe. F&#252;r mich war es normal, dass ich nie wusste, wie ich mich verhalten soll, wenn jemand neben mir geweint hat. Das alles war normal, aber nicht gut, nicht gesund. Dieses Feld der mentalen Gesundheit ist unglaublich gro&#223;, gr&#246;&#223;er als wir es uns vorstellen k&#246;nnen und ich glaube, es ist noch viel viel wichtiger als wir es momentan erahnen k&#246;nnen.</p><p>Im Laufe der letzten Jahre habe ich viel daf&#252;r getan, mein &#8222;Normal&#8220; zu durchschauen, um ges&#252;nder zu leben. Und ich m&#246;chte jeden dazu einladen, das auch f&#252;r sich zu tun. Denn das Leben wird dadurch sch&#246;ner, intensiver, entspannter, sanfter und noch so vieles mehr. &lt;3</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SWvR!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F68c21bf5-51ec-42c9-8de1-eb2cd2447afc_3586x2244.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SWvR!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F68c21bf5-51ec-42c9-8de1-eb2cd2447afc_3586x2244.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SWvR!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F68c21bf5-51ec-42c9-8de1-eb2cd2447afc_3586x2244.jpeg 848w, 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stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" 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url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Corona &#8211; noch vor wenigen Monaten gab es Maskenpflicht, Lockdowns, Impf-Marathons und viele weitere Beschr&#228;nkungen. Nun ist das Thema durch. Endlich! Alle atmen merklich auf und st&#252;rzen sich unverz&#252;glich in ihr altes Leben, um all die Dinge nachzuholen, die sie in den letzten knapp drei Jahren nicht tun konnten. Keiner mehr will an die schwierige Zeit zur&#252;ckdenken, man m&#246;chte lieber so tun als ob sie nie da gewesen w&#228;re&#8230;</p><p>Doch die Corona-Krise hat die gesamte Menschheit einmal ordentlich durchgesch&#252;ttelt. Es sind Themen zum Vorschein gekommen, die man lieber tief im Individuum aber auch im Kollektiv der Gesellschaft begraben gelassen h&#228;tte und nun alles daf&#252;r tut, diese Themen wieder in ihren Keller zur&#252;ck zu verbannen. Dabei wurden durch die Krise vier gro&#223;e &#196;ngste zu Tage gef&#246;rdert, die man sich vielleicht doch mal etwas genau anschauen sollte. </p><p>Die erste Angst ist die Angst vor Krankheit. Diese Angst ist wohl in Anbetracht der Tatsache, dass wir es in den letzten drei Jahren mit einem Virus zu tun hatten, am offensichtlichsten und auch am naheliegendsten. Deshalb wurde auch dar&#252;ber in den Medien am meisten berichtet. Denn keiner m&#246;chte krank sein. Das leuchtet allen ein. Das Virus ist ein Angriff auf unseren K&#246;rper, auf unsere Gesundheit und davor m&#246;chten wir uns sch&#252;tzen. Und da es sich um einen Angriff handelt, haben wir Angst. Denn es ist ja nicht so, dass wir krank werden und dann sind wir irgendwann wieder gesund, sondern wir k&#246;nnen auch sterben. Das hei&#223;t, diese Angst vor dem Virus, ist eigentlich die Angst vor dem Tod. Eine total verst&#228;ndliche Angst, denn sie sichert unser &#220;berleben. Sie ist eine der nat&#252;rlichsten &#196;ngste &#252;berhaupt des Menschen und ganz tief in uns verankert.</p><p>Die zweite Angst ist die Angst vor Armut. Viele Menschen hatten w&#228;hrend der Corona-Krise gar nicht so sehr Angst vor dem Virus und was es mit ihnen macht, sondern vielmehr vor der Corona-Politik und ihren Regelungen. Denn diese trie Millionen von Menschen, da sie &#252;ber Monate hinweg von einen auf den anderen Tag nicht mehr arbeiten durften und somit kein Geld verdienen konnten, an den Rand oder direkt in die Armut. Die finanzielle Sicherheit stand hier f&#252;r viele auf dem Spiel und damit aber auch gleichzeitig die eigene Unversehrtheit. Denn wer seinen Job nicht aus&#252;ben darf, der hat schnell kein Geld mehr, der hat dann auch bald keine Wohnung mehr und landet auf der Stra&#223;e (im schlimmsten Fall&#8230;). Dort geht es dann nur noch ums &#220;berleben. Es handelt sich hierbei also um eine Existenzangst &#8211; und umgekehrt also auch hier wieder um die Angst vor dem Tod.</p><p>Die dritte Angst ist die Angst vor dem sozialen Ausschluss. Ein nicht zu untersch&#228;tzender Anteil unserer Bev&#246;lkerung hatte weder Angst vor der Krankheit an sich, noch Angst davor schon bald auf der Stra&#223;e zu landen. Sie waren vielleicht k&#246;rperlich besonders fit oder jung und hatten gen&#252;gend finanzielle R&#252;cklagen oder einen Job, den sie auch w&#228;hrend Corona aus&#252;ben und damit ihre Existenz sichern konnten. Aber sie hatten Angst davor, ihre Meinung gegen&#252;ber anderen zu &#228;u&#223;ern, wenn es um die Corona-Ma&#223;nahmen ging. Oder sie hatten Angst, sich anders zu verhalten als es die Regeln verlangt haben. Vielleicht haben sie auch vieles, was in den Medien so gesagt wurde, auch einfach nicht verstanden. In jedem Fall hatten sie aber Angst davor, den Anschluss an ihre sozialen Gruppen, in denen sie sich bewegt haben, zu verlieren und dann auf einmal ganz alleine auf weiter Flur zu stehen. </p><p>Doch der Mensch ist ein soziales Tier. Er kann nicht ohne die anderen &#252;berleben &#8211; das ist Fakt. Und somit bedeutet es h&#246;chste Gefahr, von anderen Menschen ausgeschlossen oder sogar von ihnen versto&#223;en zu werden. Deshalb haben sich diese Menschen an ihre Umgebung angepasst. Haben &#8222;Ja&#8220; gesagt zu den Regeln, haben verst&#228;ndnisvoll genickt, wenn jemand dar&#252;ber gesprochen hat, wie gef&#228;hrlich das Virus sei, haben ihre Maske in der U-Bahn angezogen und und und... Sie sind quasi mit den anderen beiden Gruppen verschmolzen und konnten somit von au&#223;en nicht mehr von ihnen unterschieden werden. Aber auch diese Angst ist ganz tief in uns Menschen verankert. Denn die Bedrohung, von anderen nicht anerkannt und akzeptiert zu werden, kommt dem Sterben gleich. Somit ist auch diese Angst die Angst vor dem Tod.</p><p>Die letzte Angst ist schlie&#223;lich die Angst vor der Diktatur. Diese Menschen, die in den Medien als Querdenker, Corona-Leugner, Systemsprenger etc. bezeichnet wurden, haben weder Angst vor dem Virus noch vor der Armut noch vor dem sozialen Ausschluss. Diese Menschen hat vielmehr umgetrieben, dass sie das Gef&#252;hl hatten, durch die strikte Corona-Politik (die in anderen L&#228;ndern gewiss noch viel strenger war&#8230;), in einer Gesellschaft zu landen, in der sie nichts mehr zu sagen haben. In der Regeln einfach so, manchmal auch willk&#252;rlich beschlossen werden und dies weitreichende Konsequenzen f&#252;r das eigene Leben hat. Diese Menschen f&#252;hlten sich zutiefst eingeschr&#228;nkt von der Politik und konnten deren Argumentationen nicht nachvollziehen, da sie deren Angst (vor dem Tod) nicht verstehen konnten. Sie f&#252;hlten sich nur zutiefst unfrei und unfair behandelt. Und auch diese Angst vor Unfreiheit ist eine in uns Menschen tief verwurzelte Angst. Denn so sehr der Mensch auch Sicherheit, Geborgenheit und Schutz erfahren m&#246;chte, so will er gleichzeitig auch raus in die Welt, will sie erkunden, ist neugierig und will frei in seinem Denken und seinem Handeln sein. Dieser Drang nach Freiheit ist in unserer DNA genauso tief verankert, wie der Wunsch nach Sicherheit. Diese Angst unterscheidet sich somit von den anderen drei bereits genannten &#196;ngsten, denn sie ist keine Angst vor dem Tod. Sie ist eine Angst vor Unfreiheit.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg" width="622" height="608.029296875" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1001,&quot;width&quot;:1024,&quot;resizeWidth&quot;:622,&quot;bytes&quot;:200431,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WVnD!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4d3700bc-8656-431d-9796-3da4961c485f_1024x1001.jpeg 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">&#8222;Der Schrei&#8221; von Edvard Munch (ca. 1892)</figcaption></figure></div><p>In jeder Gesellschaft liegt eine Normalverteilung vor und deshalb glaube ich auch, dass das hier der Fall ist: Nur ganz wenige haben wirklich Angst vor der Krankheit (10%, maximal 20%). Weitere 10% haben Angst vor der Unfreiheit. Dies sind die beiden Extreme der Normalverteilung. Da laut dem Statistischen Bundesamt 2021 ca. 16% der in Deutschland lebenden Personen armutsgef&#228;hrdet waren, gehe ich mal pauschal davon aus, dass diese Menschen Angst vor Armut hatten und runde den Wert auf 20% auf. Wer mitgerechnet hat, hat sicherlich festgestellt, dass noch 60% &#252;brigbleiben, die damit an die Angst vor sozialem Ausschluss gehen. Auch wenn ich hier nur spekuliere, ist das eine enorm hohe Zahl! Aber ich finde sie gar nicht so abwegig. Denn <em>let&#8217;s face it</em> &#8211; die meisten Menschen sind Mitl&#228;ufer. Das war nicht nur in dieser Krise so, sondern auch in vielen anderen. Und so ist es auch jetzt gewesen: Diese Menschen haben nicht selbst nachgedacht oder haben sich nicht getraut, sondern sie haben sich angepasst &#8211; je nachdem wie ihr Umfeld eben drauf war&#8230;</p><p>Aber nochmal zur&#252;ck zu den &#196;ngsten. Aus den vier &#196;ngsten sind zwei geworden: Die Angst vor dem Tod und die Angst vor der Unfreiheit. Doch die Verteilung ist ungleich. Die Angst vor dem Tod f&#228;chert sich in drei oberfl&#228;chlichere &#196;ngste auf, die Angst vor Unfreiheit bleibt jedoch allein. Und somit steht es 3:1 f&#252;r die Angst vor dem Tod. Und genauso hat sich unsere Gesellschaft auch in den letzten Jahren verhalten. Es wurden zig Regeln zum Schutz vor dem Virus beschlossen, zig Gesetze f&#252;r die Beantragung von Geldern verabschiedet und auf die Menschen, die keine (!) Angst vor dem Tod hatten, denn sie waren die Minderheit, wurden Steine geschmissen&#8230;</p><p>Doch wir sollten eigentlich erkennen, dass keine der beiden &#196;ngste &#8222;besser&#8220; oder &#8222;schlechter&#8220; ist als die andere. Sie sind beide gleichwichtig und haben dementsprechend auch beide ihre Daseinsberechtigung. Denn sie ber&#252;hren beide tief in uns verwurzelte Themen. Die Angst vor dem Tod ist genauso legitim wie die Angst vor der Unfreiheit. </p><p>Der Wunsch nach Sicherheit und der Wunsch nach Freiheit sind seit jeher im Menschen vorhanden und schon immer hat der Mensch mit diesen beiden Gegens&#228;tzen gerungen. In diesem Spannungsverh&#228;ltnis bewegt sich der Mensch, arbeitet sich ab, und versucht es verzweifelt aufzul&#246;sen, obwohl dies nie m&#246;glich sein wird. </p><p>Ich m&#246;chte an dieser Stell betonen, dass es sich bei diesen &#196;ngsten um keine bewussten &#196;ngste handelt. Denn da sie so existentielle Themen in uns ber&#252;hren, sind sie vor allem mit unserem Unterbewusstsein verbunden, das uns oft mehr steuert, als uns lieb ist. Diese &#196;ngste sind somit existentiell, fundamental, tiefgreifend, irrational und nicht greifbar. Wir haben darauf schlicht (erstmal) keinen Zugriff. Nur anhand unseres Handelns an der Oberfl&#228;che k&#246;nnen wir auf tiefere Kr&#228;fte in uns schlie&#223;en. Aber gerade weil es sie so tief in uns verwurzelt sind, f&#228;llt es uns so schwer dar&#252;ber zu sprechen und auch die Perspektiven anderer Personen nachzuvollziehen &#8211; weil wir so in unserer eigenen Angst gefangen sind, dass wir die anderen Sichtweisen nicht wahrnehmen, nicht verstehen k&#246;nnen. Wir alle reden dann gegen eine Wand und am Ende sind beide Parteien verletzt und f&#252;hlen sich unverstanden&#8230; Genau das ist in der Corona-Krise passiert. </p><p>Was hilft also? &#8211; In meinen Augen sind das drei Dinge:</p><ol><li><p>Selbstreflexion (Was sind meine eigenen tiefsten &#196;ngste?)</p></li><li><p>Empathie (Was k&#246;nnten die tiefsten &#196;ngste des anderen sein?)</p></li><li><p>den gemeinsamen Nenner erkennen &#8211; die Angst. Es ist egal, wovor du Angst hast und wovor ich Angst habe, aber die Angst bleibt gleich. Und das gilt f&#252;r ALLE Menschen! <em>We&#8217;re all f***ing scared!!</em></p></li></ol><p></p><p>Und zuletzt die Frage, mit der sich schon die gesamte Menschheit besch&#228;ftigt hat:</p><p>Sicherheit vs. Freiheit &#8211; Freiheit vs. Sicherheit. <em>Which one do you choose?</em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Felix]]></title><description><![CDATA[Heute habe ich Felix kennengelernt.]]></description><link>https://leben-lieben.org/p/felix</link><guid isPermaLink="false">https://leben-lieben.org/p/felix</guid><dc:creator><![CDATA[Verena]]></dc:creator><pubDate>Sat, 17 Sep 2022 14:50:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2dWI!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb0c1e71b-819c-4f7c-8696-a96c9eec4a93_6000x4000.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich Felix kennengelernt. Felix ist 21, Alkoholiker und drogenabh&#228;ngig. In den wenigen Minuten, in denen ich mit ihm gesprochen habe, hat er mir mehr von sich und vom Leben gezeigt, als so manch anderer in drei Stunden. Auch wenn er vielleicht auf den ersten Blick nicht so wirken mag (er kann sich kaum auf den Beinen halten), ist Felix ein Korrekter &#8211; er hat das Herz am rechten Fleck. Er will nicht um Geld betteln, obwohl er welches braucht, er siezt mich, obwohl ich klar in seinem Alter bin, er merkt selbst, dass manche seiner Bemerkungen so r&#252;berkommen, als ob er mich anbaggern w&#252;rde, er macht mir Mut, dass auch f&#252;r mich irgendwann der Richtige kommen wird, obwohl grad eher er derjenige ist, der jemanden braucht. Er sagt, er will sein Leben wieder auf die Reihe kriegen &#8211; er muss &#8211; er erz&#228;hlt von seiner Schwester und dass er zu seiner Mutter nach Berlin fahren will. Ich sage ihm, dass er sich therapeutische Hilfe suchen sollte, er stimmt mir zu, und meint, dass ich ihn an seine fr&#252;here Therapeutin erinnere. Ich gebe ihm ein bisschen Geld, damit er sich eine Fahrkarte kaufen kann, wir umarmen uns zum Abschied.</p><p>Auch als er schon l&#228;ngst fort ist, begleitet er mich noch l&#228;nger in meinen Gedanken. Auf einmal fallen mir tausend Sachen ein, die ich ihm noch h&#228;tte sagen, mit auf den Weg geben, k&#246;nnen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2dWI!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb0c1e71b-819c-4f7c-8696-a96c9eec4a93_6000x4000.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2dWI!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb0c1e71b-819c-4f7c-8696-a96c9eec4a93_6000x4000.jpeg 424w, 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Ich h&#228;tte gern noch so viel mehr gesagt und getan. Doch aus den verschiedensten Gr&#252;nden konnte ich nicht &#8211; weil es mir in dem Moment nicht eingefallen ist, weil ich unsicher war, weil ich es schlichtweg nicht besser wusste. Und ich muss mich in dieser Abw&#228;rtsspirale an Selbstverurteilung aktiv selbst zur Ordnung rufen. Denn es ist alles okay &#8211; ich habe mein Bestes getan und ich muss darauf vertrauen, dass es genug war. Ich wei&#223;, dass es genug war, seine Dankbarkeit hat es mir gezeigt. Und trotzdem kann ich diese Gedanken nicht verhindern.</p><p>Und noch ein weiterer, viel universellerer Gedanke trifft mich: Das Leben ist hart und definitiv nicht fair. Das hat mir Felix vor Augen gef&#252;hrt.</p><p>Ich f&#252;hle mit ihm mit, frage mich, was er alles durchgemacht haben muss, um an diesen Punkt gekommen zu sein. Ich urteile und verurteile nicht, sondern erkenne, verstehe und f&#252;hle ein ums andere Mal, dass auch er tief in ihm verborgene Gr&#252;nde hat, die ihn schon im so jungen Alter an den &#228;u&#223;ersten Rand seiner Kr&#228;fte getrieben haben und immer noch treiben. Seine Drogenabh&#228;ngigkeit ist schlichtweg Ausdruck seiner tiefen Verzweiflung und Ersch&#246;pfung und der Versuch, in einen kurzen Traum aus angenehmen Gef&#252;hlen zu fl&#252;chten, bevor ihn die Realit&#228;t wieder mit voller Wucht trifft. Denn die Realit&#228;t ist nicht sch&#246;n &#8211; f&#252;r die wenigsten Menschen ist sie das.</p><p>Und so bleibt mir nichts weiter &#252;brig, als Felix zu w&#252;nschen, dass er Menschen trifft, die ihn lieben, ihn unterst&#252;tzen und ihm helfen, sich und seinen Platz in dieser Welt zu finden.</p><div><hr></div><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@dmey503?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Dan Meyers</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>]]></content:encoded></item></channel></rss>